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Warum die Natur uns spiegelt

Während eines Naturcoachings haben wir die Möglichkeit, uns in der Natur zu spiegeln. Aber was heißt das genau? Ist das eine therapeutische Intervention, eine esoterische Übung oder hängen gar wirklich Spiegel im Wald? Tatsächlich ist das Phänomen des Spiegelns ein Mysterium, für das es jedoch verschiedene Erklärungsansätze gibt.

Die Kraft der Symbole

Im tiefenpsychologischen Ansatz erkannte etwa C.G.Jung einen Zugang zu unbewussten Inhalten über kollektive Symbole. Dieser Zugang erfolgt durch einen Schlüssel z.B. durch die von ihm definierten Archetypen oder auch durch stark archaische Symbole wie ein Kreuz oder eine Spirale. Doch warum wirken Symbole in dieser Weise auf uns? Ein wichtiger Mechanismus der hier greift ist die Assoziation. Bei der Assoziation verbinden wir in unserem Gehirn zwei oder mehr Erfahrungselemente miteinander. Zum Beispiel ein Symbol mit gewissen Erfahrungen, Erinnerungen, Werten oder Perspektiven. Das Bild einer Rose verbindet unser Hirn z.B. mit ihrem typischen Duft. Oder ein müder Orang Utan im Zoo erinnert uns an unsere Großtante Helga. Vielleicht wegen der Haarfarbe, der Haltung oder diesem speziellen Gesichtsausdruck.

Assoziation als Schlüssel zum Unbewussten

Die Assoziation ist ein Mechanismus, den wir uns etwa in der Kunst, vor allem aber in der Kunsttherapie oder auch vielen tiefenpsychologisch fundierten Therapien zu Nutze machen. Wir alle kennen die Tintenkleckse des Rohrschachtest.  Bei diesem Test  bekommen wir die Frage gestellt, welche Formen und Figuren wir in den sehr zufällig entstandenen Klecksen erkennen. Unsere Assoziationen verraten nichts über das, was der Klecks in Wahrheit darstellt, sie verraten aber sehr viel darüber, wie wir die Welt sehen.

Vom Symbol zur Metapher

Die Haupttechnik des Naturcoachings, wie es im Wandelhaus gelehrt wird, arbeitet eben über diesen Assoziationsmechanismus. So kann es sehr gut sein, dass uns eine abgestorbene Tanne an unseren Ex-Partner erinnert, oder aber auch an einen Teil von uns selbst, der sich vielleicht wie abgestorben anfühlt. Während einer Naturcoaching-Wanderung begegnen uns viele dieser Natursymbole, mit denen wir in Resonanz gehen. Das, was wir in ihnen entdecken sagt viel über unser Anliegen und unsere Weltsicht auch. Vom Symbol zur Metapher.

 

Chancen und Erkenntnisse durch Metaphern

Wenn wir uns jetzt noch intensiver mit diesen Natursymbolen auseinandersetzen, entdecken wir vielleicht ganz neue, metaphorische Aspekte. Am Beispiel der abgestorbenen Tanne kann etwa das weiche Moos an eine Form der weichen Zuwendung erinnern. Oder die Tatsache, dass eine neue Tanne an der Wurzel entspringt lässt uns überlegen, welche neue Chancen sich durch das Abgestorbene ergeben. Dass das abgestorbene Material Nährstoff für die anderen Pflanzen wird lässt uns über die natürlichen Kreisläufe des Lebens sinnieren usw. So entdecken wir nicht nur neue Seiten am Symbol, sondern gewinnen dadurch auch neue Perspektiven in unserem Anliegen. Diese Methode macht ein Naturcoaching ungeheuer überraschend und erhellend und da wir anschließend die Möglichkeit haben, Gefühle und neue Verhaltensweisen direkt vor Ort zu erleben und auszuprobieren auch sehr lebendig und Erkenntnisreich

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